Quelle: depositphotos.com - Crossroad
@ jordygraph
Quelle: depositphotos.com - Crossroad @ jordygraph

Wertewandel durch Corona

Lasst uns von Chance statt von Krise reden

Der aktuelle Wertewandel, den wir durch Corona erleben, fordert das Werteverständnis von Unternehmen noch einmal auf eine völlig neue Weise. Und bietet die Möglichkeit, Chance statt Krise zu sein. In diesen Tagen zeigt sich, wo wertschätzende Unternehmenskultur wirklich stattfindet und ob Leitbilder auch tatsächlich gelebt werden. Werte wie Solidarität, Gemeinschaft und Vertrauen bekommen in Zeiten von Corona eine ganz andere Dimension. Und sie zeigen auf, wo Unternehmen noch Entwicklungspotential haben. Jetzt haben Unternehmer die Möglichkeit, genau das in ihren Betrieben noch mal neu zu reflektieren und zu überprüfen.

Das Werteverständnis nachhaltig verändern

Statt „Corona-Krise“ sollten wir den aktuellen Wandel daher als „Corona-Chance“ betrachten. Als Chance, den Nährboden für ein neues und vor allem nachhaltiges Werteverständnis in Unternehmen zu schaffen.

An dieser Stelle möchte ich auf einen Artikel der Neuen Züricher Zeitung verweisen, die das Thema kürzlich ebenfalls aufgegriffen hat und viele Dinge aus meiner Sicht auf den Punkt bringt.

Jetzt ist die Zeit, um neue Grundlagen zu schaffen

Viele sprechen derzeit von einer neuen Welle der Hilfsbereitschaft und der Solidarität. Nach meinem Empfinden ist es allerdings eher der gemeinsame Weg, der uns momentan eint. Also ein temporärer Zustand von Zusammenhalt, entstanden aus einer Notsituation, und weniger das tiefe Verständnis für ein neues Denken. Ein Denken, das von dauerhafter Fürsorge und Achtsamkeit begleitet wird. Doch genau darin liegt jetzt die große Chance: Mit dem entsprechenden Bewusstsein können Unternehmer diese Tugenden auch nachhaltig bei ihren Mitarbeitern etablieren.

Wenn in ein paar Wochen Alltag und Normalität wieder Einzug gehalten haben, können gemeinsame Aktionen wie etwa ein offener Austausch der Mitarbeiter im Rahmen einer Werte-Lounge oder eine gezielte Zufriedenheits-Umfrage zum Umgang mit der Corona-Situation im Betrieb die Grundlage schaffen für ein neues Miteinander. Sie würden zeigen, dass Geschäftsführern beständig am Wohle ihrer Mitarbeiter gelegen ist. Dass sie deren Meinungen ernst nehmen und auch beherzigen. Jetzt ist die Chance, aus Angestellten loyale Mitarbeiter zu machen, indem ich ihnen die Wertschätzung entgegenbringe, die sie verdienen.

Sicherheit ist eine Illusion

Die Erfahrungen aus dem Corona-Virus werden unsere Gesellschaft nachhaltig prägen und noch lange beschäftigen: Plötzlich spürt auch eine junge Generation an Arbeitnehmern, dass permanente Produkt-Verfügbarkeit keine Selbstverständlichkeit ist. Unternehmer müssen die bittere Pille schlucken, dass Umsatzplanungen fragiler denn je sind. Und wir alle machen die Erfahrung, dass es Sicherheit letzten Endes schlicht und ergreifend nicht gibt. Weder gesundheitlich, noch finanziell. Das ist die schmerzliche Erkenntnis, die es jetzt anzunehmen gilt. Und je eher wir sie annehmen, desto eher haben wir auch die Chance, unser Denken zu ändern. Denn auf den Wertewandel, den wir bereits seit einigen Jahren spürbar durchleben, wird das Corona-Virus wie ein Katalysator wirken. Wenn es mir als Unternehmer gelingt, Wertearbeit nachhaltig in meinem Betrieb zu verankern, kann die jetzige Pandemie eine riesen Chance sein. Und zwar für mehr Wertschätzung, gelebte Fürsorge und damit letzten Endes für eine Mitarbeiterbindung, die unbezahlbar ist.

Wer in diesem Zusammenhang einen guten Lesetipp braucht, dem sei wärmstens das Große Buch der Werte von meinem geschätzten Kollegen Frank Sauer ans Herz gelegt.

Diesen Beitrag teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp

Sebastian Schmidt

Burn-in Coach & Unternehmer

Über den Autor:
Mehr als 8 Jahre in Führungspositionen und über 5 Jahre als selbständiger Unternehmer haben Sebastian Schmidt geprägt und zu dem Menschen gemacht, der er heute ist. Sein Erfahrungswissen möchte er weitergeben und andere auf ihrem Weg begleiten und unterstützen.