Quelle: depositphotos.com - Impassive meditating young businessman paying no attention to crowd of screaming in megaphone angry people
@ SIphotography
Quelle: depositphotos.com - Impassive meditating young businessman paying no attention to crowd of screaming in megaphone angry people @ SIphotography

Innere Führung statt Panikmache

Was in diesen Zeiten wirklich hilft

Nahezu stündlich überschütten uns derzeit neue angstmachende Informationen über das Corona-Virus. Panikkäufe und Ellenbogendenken zeigen sich dieser Tage nicht nur im Fernsehen, sondern direkt vor unserer Haustür. Was mir persönlich allerdings deutlich mehr Sorge als irgendein Virus bereitet, ist die Art und Weise vieler Menschen, mit der Furcht davor umzugehen. Und wie leicht sich die menschliche Angst durch die Macht der Medien doch manipulieren lässt. Wir sind momentan umgeben von einem kollektiven Feld aus Angst, Unsicherheit und Ohnmacht.

Innere Klarheit ist das A und O

Mehr denn je ist es in diesen Tagen daher wichtig, bei sich zu bleiben, ohne aus dem Kontakt zu unseren Mitmenschen zu gehen. In die eigene Klarheit und das Vertrauen zurück zu kommen. In eine Balance aus Mitgefühl und gesundem Menschenverstand. Und besonnen, nicht angstgesteuert, zu agieren. Viele fühlen sich in diesen Tagen abgekoppelt, ängstlich, allein und ohnmächtig. Und je mehr wir uns in diese gedankliche Negativ-Spirale ziehen lassen, desto mehr verlieren wir auch den Blick für uns selbst und unsere Klarheit. Angst blockiert uns und lässt uns handlungsunfähig werden. Doch wie kann aus Angst wieder Vertrauen werden? Und aus Ohnmacht wieder Schöpferkraft entstehen?

Letzten Endes ist Angst nichts anderes als eine Empfindung unseres Egos. Und damit eine Empfindung von dem Teil in uns, der sich getrennt fühlt und sich davor fürchtet, die Kontrolle zu verlieren. Der einzige Weg, um aus diesem Gedankenkarussell auszusteigen, ist es, den gedanklichen Fokus zu ändern. Weg von unseren Ängsten, hin zu vertrauensvollen Gedanken.

Dankbarkeit als Schlüssel

Wie uns das gelingt? In meiner Arbeit als Coach nutze ich verschiedene Tools, um das zu erreichen. Eine Möglichkeit ist es, eine Art Dankbarkeits-Tagebuch zu führen, in dem ich jeden Tag mindestens 3 Dinge schriftlich fixiere, die an diesem Tag gut waren und für die ich dankbar bin. Ich weiß selbst nur allzu gut, dass es Tage gibt, an denen uns das besonders schwer fällt. Tage, an denen vermeintlich nichts so wirklich rund gelaufen ist. An diesen Tagen ist es zwar besonders schwierig, dankbare Gedanken zu finden – doch gerade deshalb auch umso entscheidender. Manchmal gilt es dann, sich all der kleinen Dinge bewusst zu werden: Eine gute Tasse Kaffee am Morgen oder das freundliche Lächeln der Kassiererin bei unserem Wocheneinkauf im Supermarkt. Indem ich gedanklich nach positiven Erlebnissen Ausschau halte, gebe ich meinem Geist umgehend einen neuen Fokus und erziehe mich so quasi selbst dazu, mir Schritt für Schritt eine neue Sicht auf die Welt anzueignen. Mit fühlbaren Resultaten: Menschen, die dankbar sind und positiv denken, sind zufriedener, glücklicher und leiden seltener an psychischen Krankheiten. Neueste Erkenntnisse aus der Psycho-Neuro-Immunologie und der Positiven Psychologie bestätigen diesen Effekt.
Übungen wie diese sind kein Hexenwerk und erfordern lediglich eine Sache: Ein gewisses Maß an Selbstdisziplin. Erfahrungsgemäß gelingt uns das spätestens dann am Besten, wenn der innere Leidensdruck hoch genug ist und damit die Bereitschaft nach Veränderung steigt.

STOP zu negativen Gedanken

Manchmal braucht es dafür auch einfach einen liebevollen Anstoß von Außen, ein klares STOP! zu den negativen Gedanken. Und jemanden, der uns auf diesem Weg in die Selbstdisziplin begleitet. Nicht umsonst leitet sich das Wort „Coach“ etymologisch aus dem ungarischen Wort “kocsi” ab und bedeutet so viel wie „komfortabler Wagen“, also etwas bzw. jemand, das (der) uns schneller und sicherer zum gewünschten Ziel bringt.

Ob aus eigener Kraft oder mit ein wenig Unterstützung von Außen – uns von unseren Ängsten zu lösen und den Fokus auf die eigene geistige Gesundheit zu legen, erfordert nicht immer die großen Schritte. Doch sie zu gehen, so klein sie auch sind, das ist die Kunst dabei. Denn Gesundheit, das spüren wir in diesen Tagen besonders, ist unser höchstes Gut.

Wenn wir gemeinsam und kollektiv im Vertrauen bleiben, können wir den momentanen Nachrichten deutlich gelassener gegenüber treten. Glaube an dich, an deine Kraft und Stärke. Ich begleite dich gerne auf diesem Weg.

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Sebastian Schmidt

Burn-in Coach & Unternehmer

Über den Autor:
Mehr als 8 Jahre in Führungspositionen und über 5 Jahre als selbständiger Unternehmer haben Sebastian Schmidt geprägt und zu dem Menschen gemacht, der er heute ist. Sein Erfahrungswissen möchte er weitergeben und andere auf ihrem Weg begleiten und unterstützen.